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Berliner Umland

Der Speckgürtel Berlins: Eine günstige Alternative?

Das urbane Lebensgefühl, das sich in ganz Berlin spüren lässt, lockt Jahr für Jahr immer mehr Menschen in die deutsche Hauptstadt. Ein vielfältiger, gut aufgestellter Arbeitsmarkt, eine riesige Kulturszene und ein breites Bildungsangebot sorgen dafür, dass die Einwohnerzahl Berlins in den letzten fünf Jahren um fast sechs Prozent gestiegen ist – ein Ende dieses Zustroms ist längst nicht in Sicht. Als Folge des Bevölkerungswachstums verschärft sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt immer mehr, die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung in Berlin erstreckt sich mittlerweile nicht selten über mehrere Monate oder sogar Jahre.

Immobiliensuche im Speckgürtel Berlin

Speckguertel BerlinFür viele Berliner – „Echte“ und vor Jahren Zugezogene – ist das nicht mehr tragbar. Sie weichen bei der Wohnungssuche auf das Berliner Umland aus, auf den sogenannten Speckgürtel und andere Standorte in Brandenburg. Knapp eine Million Menschen leben derzeit in den fünfzig Städten und Gemeinden des Berliner Umlandes (Stand Juni 2018). Besonders beliebt ist dabei das südliche und westliche Berliner Umland, in dem sich dank ruhiger Lagen und ländlicher Wohlfühlatmosphäre bisher vor allem Familien mit Kindern gern niederlassen. Dort stieg die Einwohnerzahl von 2012 bis 2016 um über 5,6% und kommt damit dem Berliner Bevölkerungswachstum (5,9% im selben Zeitraum) gefährlich nahe. Eine Liste der Orte des Berliner Speckgürtels finden Sie hier.

Die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt

Und darauf reagiert wiederum auch der Wohnungsmarkt des Berliner Umlands. In Städten wie Falkensee, Potsdam, Schönefeld, Königs Wusterhausen oder Glienicke Nordbahn wird mittlerweile auf Mehr- statt auf Einfamilienhäuser gesetzt. Rund 27 000 neue Wohnungen wurden im Speckgürtel in den vergangenen Jahren gebaut, 15 000 weitere Objekte wurden bereits genehmigt und werden aktuell fertiggestellt. Und damit ist noch längst nicht Schluss: Es wurde angekündigt, dass Flächen für weitere 65 000 Wohnungen bereitstehen. Um den Speckgürtel für mutmaßliche zukünftige Anwohner noch attraktiver zu machen, begeben sich die Zuständigen jetzt an den Aufbau und eine Verbesserung der Infrastruktur. Ziel ist es zum Beispiel, das Umland noch besser an das Zentrum der Hauptstadt anzuschließen, um den Pendlern ihren Weg zur Arbeit zu erleichtern. Aber auch an der sozialen Infrastruktur der Städte selbst soll gearbeitet werden.

Das Berliner Umland boomt also – und das macht sich auch am Preisniveau bemerkbar. In Kleinmachnow, einer südwestlich von Berlin gelegenen Gemeinde mit knapp 20 000 Einwohnern, kostet ein Einfamilienhaus mittlerweile durchschnittlich zwischen 439 000 Euro und 1 900 000 EUR, der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt bei 5.667 Euro pro Quadratmeter. Ähnliches spielt sich in Potsdam ab: Für ein Einfamilienhaus sind durchschnittlich über eine halbe Million Euro fällig. Besonders hoch ist die Nachfrage in den besseren Wohnlagen. Günstige Angebote warten aktuell nur noch in den von Berlin weiter entfernten Lagen wie Oranienburg, Wandlitz oder Strausberg zu finden.

Lohnt sich der Kauf einer Immobilie im Berliner Speckgürtel?

Der Speckgürtel wird nicht nur beliebter und somit auch teuer, sondern er dehnt sich auch aus. Neueste Prognosen sagen voraus, dass bald auch die Städte in zweiter Reihe vom Berliner Wohnungsmarkt profitieren werden. Dann wird Wohnen auch in Brandenburg (Havel), Luckenwalde und Eberswalde zu einem teureren Vergnügen. Lehmann Immobilien berät Sie gerne ob sich ein Immobilienkauf im Berliner Speckgürtel lohnt – für die eigenen vier Wände oder als Wertanlage.