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Was ist ein Makleralleinauftrag?

Bei einem Makleralleinauftrag wird – wie der Name schon sagt – ausschließlich ein Makler oder eine Maklerin mit dem Verkauf einer Immobilie beauftragt. Das bedeutet, dass der Verkäufer bzw. die Verkäuferin keinen weiteren Maklervertrag abschließen darf. In der Regel hat ein Makleralleinauftrag eine Laufzeit von drei bis zu acht Monaten.

Bezahlt wird das Maklerbüro erst nach Erfolg; also bei vorliegendem Kaufvertrag ist die sogenannte Maklercourtage fällig.

Die Vorteile eines Makleralleinauftrags

Erhält ein Immobilienmakler oder eine -maklerin einen Alleinauftrag, führt das in der Regel zu einer höheren Motivation, die Immobilie aktiv zu bewerben und in kurzer Zeit geeignete Käufer zu finden. Denn erst nach Erfüllung seiner bzw. ihrer Vertragspflicht wird der Makler bzw. die Maklerin bezahlt. Dabei ist es unerheblich, wieviel Zeit er oder sie für den Auftrag aufgewendet hat. Die Höhe der Courtage wird bereits bei der Beauftragung festgelegt.

Neben der größeren Motivation bei Alleinbeauftragung profitieren Verkäuferinnen und Verkäufer zudem davon, dass ihre Immobilie engagierter und seriöser vermarktet wird. Arbeiten mehrere Maklerbüros für den Verkauf eines Objekts, kann das dazu führen, dass es auf diversen Plattformen mehrfach angeboten wird, was auf Interessierte verwirrend und nicht vertrauenswürdig wirkt. Im schlimmsten Fall würde die Immobilie dadurch geradezu unverkäuflich.

Durch einen Makleralleinauftrag gibt es bezüglich der zu veräußernden Immobilie lediglich eine Ansprechpartnerin bzw. einen Ansprechpartner, welche(-r) sich exklusiv um den Auftrag kümmert und alle Verhandlungen übernimmt.

Unterscheidung zwischen einfachem und qualifiziertem Makleralleinauftrag

Makleralleinaufträge werden noch in „einfache“ und „qualifizierte“ unterschieden. Bei einem einfachen Makleralleinauftrag kann der Verkäufer oder die Verkäuferin gleichzeitig privat nach potenziellen Käufern suchen und einen Kaufvertrag abschließen, ohne eine Courtage an das Maklerbüro zahlen zu müssen. Bei einem qualifizierten Makleralleinauftrag hingegen verpflichtet sich die Verkäuferin bzw. der Verkäufer dazu, alle Interessenten an das Maklerbüro weiterzuleiten („Weisungspflicht“) und von der Immobilienmaklerin bzw. dem Immobilienmakler prüfen zu lassen.

Bei einem einfachen Auftrag kann der Verkäufer seine Immobilie also veräußern, ohne eine Courtage zahlen zu müssen. Bei einem qualifizierten Auftrag geht der Verkäufer dagegen sicher, den bestmöglichen Preis für die Immobilie zu erhalten.

Kündigung eines Makleralleinauftrags

Makleralleinaufträge weisen eine relativ kurze Laufzeit auf, können jedoch auch noch nach dem Ende der Laufzeit zum Erfolg führen, wenn beispielsweise ein Interessent durch einen Makler auf ein Objekt aufmerksam wurde, sich jedoch erst nach dem Auslaufen des Vertrages zum Kauf entschließen konnte. Selbstverständlich kann es jedoch dazu kommen, dass eine Verkäuferin oder ein Verkäufer noch während der Laufzeit unzufrieden ist mit den Bemühungen des beauftragten Maklerbüros. Liegt ein triftiger Grund für diese Unzufriedenheit vor, kann er oder sie den Vertrag vorzeitig kündigen.

Alles in allem überwiegen die Vorteile eines Makleralleinauftrag für alle Seiten: sowohl für den Verkäufer und den Immobilienmakler als auch für die Interessenten, welche sich allein an einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin wenden müssen.

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